Internationaler Weltgebetstag 2026
Am 6. März 2026 trafen sich in vielen Ländern der Welt Frauen und Männer
zum alljährlichen Weltgebetstag, so auch in Sarnen.
Um die 20 Personen aus Alpnach, Kägiswil, Stalden und Sarnen feierten in der reformierten Kirche in Sarnen den internationalen Weltgebetstag, der jeweils am ersten Freitag im März stattfindet. In der diesjährigen Liturgie schildern Frauen von Nigeria ihre alltäglichen Belastungen und wie ihnen der Glaube hilft, ihre Lasten zu tragen.
Für die Umsetzung der Liturgie waren Ottilia Lüthold aus Alpnach, Petra Küchler aus Kägiswil, Barbara Stocker aus Stalden und Heidi Spichtig aus Sarnen zuständig. Gabriela Schöni und Valérie Halter an der Orgel sorgten für stimmungsvolle Musik.
Nach der Begrüssung durch Gabriela Schöni stellte Barbara Stocker das Land Nigeria vor, das vom Hochland von 1800 m.ü.M. bis zur Atlantikküste reicht und über Erdöl und Erdgas Ressourcen verfügt. Trotzdem ist die Armut im Land hoch, die Gesundheitsversorgung schlecht. Die Lebenserwartung liegt bei 54 Jahren. Nigeria hat eine der höchsten Mütter- und Kindersterblichkeitsraten.
Neben drei grossen Ethnien gibt es 250 Bevölkerungsgruppen, mit über 500 Sprachen und Dialekten. Die Hauptsprache ist Englisch. Die vielen unterschiedlichen Glaubensrichtungen tolerieren sich meistens, jedoch nicht immer. Neben traditionellen afrikanischen Religionen sind vor allem der Islam und das Christentum verbreitet.
Frauen und Mädchen sind theoretisch durch das Gleichstellungsgesetz geschützt, nur wird dieses schlecht umgesetzt. Vielen Mädchen bleibt das Recht auf Bildung verwehrt und es geschieht nach wie vor, dass sie mit 12 Jahren verheiratet werden.
Heidi Spichtig spricht nach dieser informativen und kurzweiligen Einleitung ein Gebet. Danach wurden abwechselnd eindrückliche Geschichten von Frauen aus Nigeria erzählt. Die persönlichen Erfahrungen beschreiben die Last von Armut und Diskriminierung, die Stärke der Gemeinschaft und der Ideenreichtum der Frauen. Und wie die Frauen aus dem Glauben die Kraft schöpfen, immer weiterzumachen.
Zwischen den Texten und Gebeten wurde musiziert und gesungen. Es war eine würdevolle, abwechslungsreiche und sehr schöne Feier, die durch das Weltgebetstagslied «Der Tag, mein Gott, ist nun vergangen», ihren Abschluss fand. Beim anschliessenden Kaffee oder Tee wurden selbstgemachte nigerianische Spezialitäten in gemütlicher Runde genossen.
Susi Cardoso